Bild: Stefan Leuthold, Präsident der GLP Thurgau, zur Ernährungsinitiative
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Die Ernährungsinitiative verbindet Ziele zur Ernährungssicherheit mit dem Schutz von Kulturland, Biodiversität, Bodenfruchtbarkeit und Grundwasser. Die Befürwortenden betonen die Abhängigkeit von Lebensmittel-, Futtermittel-, Pestizid- und Düngemittelimporten sowie die Chancen einer ressourcenschonenderen und stärker pflanzenbasierten Produktion. Die Gegnerschaft erachtet insbesondere den Zielwert des Netto-Selbstversorgungsgrades von 70 % innerhalb von 10 Jahren als schwer realisierbar und warnt vor weitreichenden staatlichen Eingriffen in Produktion und Konsum. Die GLP hatte im Parlament einen Gegenvorschlag eingebracht, der keine Mehrheit fand.
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In der Diskussion zeigte sich, dass der starre Zielwert von 70% ein Hauptargument für eine Ablehnung der Initiative ist. Grundsätzlich unterstützt die GLP die Ziele der Ernährungsnitiative. Mehrere Mitglieder sehen eine Ablehnung als problematisches Signal für eine ökologisch ausgerichtete Partei. Die konkrete Umsetzung könne im politischen Prozess pragmatischer ausgestaltet werden als der Verfassungstext vermuten lasse. Eine hohe Zustimmung zur Initiative könne nötigen Druck aufbauen und das Thema stärker in den Fokus rücken. Als Argumente für eine Annahme werden insbesondere der dringende Handlungsbedarf zum Schutz der Biodiversität sowie die Bedeutung einer langfristigen Transformation zu mehr Nachhaltigkeit in Landwirtschaft und Ernährung genannt. Mit der Ja-Parole setzt die GLP Thurgau ein klares Signal und stellt sich damit gegen die Empfehlung der GLP Schweiz.
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Frauenfeld, 21.08.2026