Wie sieht die Thurgauer Landwirtschaft im Jahr 2050 aus?

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Wie sieht die Thurgauer Landwirtschaft im Jahr 2050 aus?

26.10.2026

An der Ideenküche «GLP-Lab» in Kreuzlingen entwickelten Fachleute und Bevölkerung Visionen für die Thurgauer Landwirtschaft 2050. Im Zentrum standen gesunde Böden, erneuerbare Energien wie Biogas und Agri-PV, Biodiversität und der Bürokratieabbau.

Bild: Erster Thurgauer Anlass des GLP-LAB im SBW Talent Campus Bodensee in Kreuzlingen

 

Vier Impulsreferate gaben Orientierung: Biowinzer Roland Lenz sprach sich für regenerative Landwirtschaft, Schwammlandwirtschaft und eine angepasste Grundschul- sowie Fachausbildung aus, bei der der Bodenschutz im Fokus steht. Karl Heinz Restle (Renergon) hob das ungenutzte Potenzial von Biogas aus Abfällen hervor, das knapp 30 % der Schweizer Winterstromlücke decken könnte. Die Biobauern Marcel Preiss und Martin Frei forderten den Erhalt vielfältiger Betriebsstrukturen, weniger Bürokratie bei sowie die Stärkung regionaler Direktvermarktung.

 

In den anschliessenden Gruppenarbeiten formulierten die Teilnehmenden konkrete Lösungsansätze. Neben der Neuausrichtung der landwirtschaftlichen Ausbildung am Arenenberg wurden der Abbau bürokratischer Hürden und die Verankerung der Biodiversität als kritische Infrastruktur auf Bundesebene gefordert. Als Fazit gilt: Gesunde Böden, erneuerbare Energien (für Eigenverbrauch und Einspeisung), Kreislaufwirtschaft und flexible Betriebskonzepte sind die zentralen Pfeiler für die Landwirtschaft 2050.

 

https://www.thurgauerzeitung.ch/ostschweiz/kanton-thurgau/artikel-ld.4255083